TRANSFORMATION:

Vom Erdgasnetz
zum Netz für
grüne Gase

Als regionaler Netzbetreiber arbeiten wir an konkreten Konzepten, um unsere bestehende Erdgasinfrastruktur Schritt für Schritt für den Transport von grünen Gasen wie Wasserstoff und Bio-Methan vorzubereiten. Unser Ziel ist es, einen Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftssicheren Energieversorgung von morgen zu leisten.

Deutschland soll bis 2045 klimaneutral sein. Aus unserer Sicht spielen gasförmige Energieträger dabei eine Schlüsselrolle für das Gelingen der Energiewende: Die Gas-Infrastruktur bietet das Potenzial, als flexibel nutzbares Energiespeicher- und Transportsystem die Sicherheit einer Energieversorgung zu unterstützen, die in weiten Teilen auf volatilen erneuerbaren Energien basiert. Neben erneuerbarem Strom können klimaneutrale Gase daher eine tragende Säule des künftigen Energiesystems bilden.

Gasförmige Energieträger bieten Flexibilität für die Energiewende. Sie sichern die Versorgung zuverlässig und vielseitig – ob als Heizenergie, zur Stromerzeugung, als Prozesswärme oder in der Mobilität. Diese Infrastruktur besitzt großes Zukunftspotenzial, da mit regenerativen Alternativen wie Biomethan und Wasserstoff bereits CO₂-arme Gase schrittweise in den Markt eingeführt werden können.

Mehr als 45 Gasversorgungsunternehmen – die zusammen fast 60 Prozent des deutschen Gasverteilnetzes betreiben – haben in enger Zusammenarbeit mit dem DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches) und dem VKU (Verband kommunaler Unternehmen) einen Transformationspfad für das Gasnetz entwickelt, um die sichere Versorgung mit klimaneutralen Gasen konkret auszugestalten. Pfalzgas beteiligt sich seit Veröffentlichung des Gastransformationspfades an dessen Umsetzung.

https://www.dvgw.de/leistungen/publikationen/publikationsliste/transformationspfad-neue-gase

Technische Analysen haben gezeigt: Die Gasnetze in Deutschland sind größtenteils heute schon wasserstofftauglich. Wo Modernisierungen erforderlich sind, werden sie jetzt in Angriff genommen. Vorausgesetzt, die benötigte Menge an klimaneutralem Gas ist bis dahin verfügbar, will Pfalzgas schon ab 2035 ein Gasnetz betreiben, das alle angeschlossenen Kunden mit grünen Gasen versorgen kann.

Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) setzt auf Technologieoffenheit: Unter Einhaltung der gesetzlichen Grüngasquote und der stufenweisen Biotreppe kann man auch künftig auf moderne Gastechnologie und -Infrastruktur setzen.

Biomethan ist auf Erdgasqualität aufbereitetes Biogas und kann daher unproblematisch in allen Gasgeräten verwendet werden. Viele Gasgeräte von heute können außerdem bereits mit einem Wasserstoffanteil von 20 Prozent betrieben werden. Geräte, die jetzt auf den Markt kommen, werden sogar schon für einen Betrieb mit bis zu 100 Prozent H2 ausgelegt.

Darüber hinaus können Gasversorger neben dem Einsatz von Biomethan nach der Ertüchtigung ihrer Gasnetze zunächst auch mit einer Beimischung von Wasserstoff beginnen und den Anteil sukzessive – mit zunehmender Verfügbarkeit von Wasserstoff und wasserstofftauglichen Heizungen – hochfahren. So soll der Transformationsprozess von fossilem Erdgas hin zu klimaneutralen Gasen bezahlbar und ohne zu große Beeinträchtigungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Unternehmen gestaltet werden.

Innovative Erdgas-Technologien – einfach erklärt

Wie wird eigentlich Wasserstoff erzeugt? Wie funktioniert eine Gaswärmepumpe? Oder wie lassen sich Erdgas und Solar kombinieren? Diese und viele weitere Fragen rund um innovative Erdgas-Technologien beantworten die Factsheets des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. Zu den kompakten und übersichtlichen Zahlen, Daten und Fakten geht es hier lang:

Erdgas ist effiziente Vielfalt

Erdgas ist als bequeme Heizenergie bekannt und beliebt. In fast jeder zweiten Wohnung in Deutschland kommt es zum Einsatz. Doch Erdgas kann noch mehr – auch in Zukunft.

Mit moderner Gas-Brennwerttechnik heizen Sie nach heutigem Standard nutzungsflexibel und komfortabel: Die Systeme lassen sich flexibel mit erneuerbaren Energien wie Solaranlagen oder Wärmepumpen kombinieren, um den fossilen Energieverbrauch zu senken. Moderne Gasheizungen sind zudem technisch bereit für die Nutzung von grünem Wasserstoff oder Biomethan.

Gaswärmepumpe

Gas-Wärmepumpen sind die idealen Wärmelieferanten für größere Mehrfamilienhäuser und Gewerbeeinheiten. Hier erfahren Sie mehr.

Brennstoffzelle

Heizung veraltet? Erneuern rechnet sich!

Würden Sie heute noch einen 20 Jahre alten PC benutzen? Oder mit einem 30 Jahre alten Auto täglich zur Arbeit fahren? Sicher nicht. Doch ausgerechnet bei der Heizung nutzen Millionen von Menschen in Deutschland Geräte, die schon lange veraltet sind. Dabei sparen neue Heizungen viel Energie, schonen wertvolle Ressourcen und sind besser für die Umwelt als alte Anlagen.

Moderne Erdgas-Brennwertheizungen verbrauchen deutlich weniger Energie und produzieren weniger CO2 als alte Öl- und Gasheizungen. Zudem sind modernere Gasheizungen auch schon fit für den Einsatz von Wasserstoff.

Wenn Ihre Heizung also 20 Jahre oder älter ist, nutzen Sie doch einfach den Heizungs-Check der Pfalzgas. Auf Wunsch erstellen wir für Sie auch einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP).

Mehr Infos zum Heizungs-Check
Mehr Infos zum individuellen Sanierungsfahrplan

Erdgas (CNG) fürs Auto – eine günstige Alternative zu Benzin!

Alle reden vom Elektroauto. Erdgas bzw. korrekter CNG (Compressed Natural Gas, auch als Biogas) als Antrieb scheint ein Auslaufmodell zu sein, Neuwagen gibt es leider nicht mehr. Und auch die Zahl der Tankstellen mit CNG-Zapfsäulen für PKW nimmt kontinuierlich ab. Doch Autofahrer mit CNG-Antrieb sind umweltfreundlicher mobil als Fahrer von Autos mit Benzin- oder Dieselmotor. Das bestätigt seit vielen Jahren der ADAC Ecotest. Im Vergleich zu Benzinern fahren sie obendrein deutlich billiger! Der CNG-Antrieb hat daher nach wie vor seine Berechtigung.

Umgerechnet auf einen Liter Benzin kostete CNG in 2026 durchschnittlich ca. 92 Cent. Auf den ersten Blick ist das an der Tankstelle nicht erkenntlich, da der Preis für CNG in Kilogramm und nicht in Liter angegeben wird. CNG hat einen Energiegehalt von etwa 1,5 Litern Super-Benzin, damit spart man mit einem CNG-Auto nicht nur bei den umweltschädlichen Emissionen, sondern auch beim Bezahlen an der Zapfsäule.

Pfalzgas betreibt vier CNG-Tankstellen:

  • Bad Bergzabern
  • Hauenstein
  • Wattenheim (direkt an der Autobahn)
  • Frankenthal (bitte Öffnungszeiten rechts beachten)
Erdgastankstelle Frankenthal

Aber wie sieht die Mo­bi­li­tät der Zu­kunft aus?

Gerade im Pkw-Bereich sehen wir in der Politik seit Jahren eine Fokussierung auf die Elektromobilität. Doch auch für die Mobilität gilt: Elektronen und Moleküle ermöglichen erst gemeinsam die Dekarbonisierung. Das heißt: Auch hier werden gasförmige Energieträger künftig noch eine wichtige Rolle spielen. Insbesondere im Bereich des Schwerlastverkehrs in Form von LNG, also verflüssigtem Erdgas. Und aus der LNG-Mobilität wächst auch ein weiterer gasförmiger alternativer Antrieb: Die Wasserstoff-Mobilität.

Wie die Zukunft der Mobilität aber genau aussehen wird, kann aktuell noch niemand sagen. Ein Patentrezept gibt es jedenfalls auch für den Verkehr mit seinen unterschiedlichsten Anforderungen noch nicht. Daher ist es besonders wichtig, dass die Politik auch hier verschiedene Technologien zulässt, damit wir das Ziel der Klimaneutralität sicher erreichen können.

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