Inmitten der sanften Hügel der Pfalz, wo Weinberge das Landschaftsbild prägen und Genuss zur Lebensart gehört, liegt ein Ort, der kulinarische Tradition mit persönlicher Handschrift verbindet: das Restaurant Traube in Kallstadt.
Geführt von Barbara und Udo Simbürger, vereint das Haus französische Eleganz, österreichische Herzlichkeit und pfälzische Bodenständigkeit zu einem ganz eigenen Stil. Wer hier einkehrt, erlebt nicht nur eine feine Küche, sondern auch die Geschichte zweier leidenschaftlicher Gastgeber, die ihre Vision von Gastlichkeit mit viel Liebe zum Detail verwirklicht haben.

„Wir sind bekannt für unsere französischen Gerichte: Gänseleber und Kalbsbries, Jakobsmuscheln und Froschschenkel. Aber auch österreichische Einflüsse sind dabei. Mein Vater war Österreicher, das prägt natürlich“, erzählt Udo Simbürger, der seit seinem neunten Lebensjahr in der Küche steht. Die Gäste schätzen die handgemachten Soßen, die saisonalen Produkte wie Spargel, Erdbeeren oder Wild aus der Region und vor allem die Konstanz: „Wenn ich ein Gericht von der Karte nehme, kommen direkt Nachfragen. Unsere Stammgäste hängen an ihren Lieblingsspeisen.“
Die Speisekarte wechselt etwa fünf- bis sechsmal im Jahr, angepasst an die Saison. Im Herbst steht die Gans im Mittelpunkt, Wild gibt es über das ganze Jahr. „Die Gänsezeit ist bei uns ein Highlight. Trotz der schwierigen Preisentwicklung in der Gastronomie haben wir bisher keine Absagen. Die Gäste kommen gezielt deswegen.“ Auch die Weinauswahl spiegelt die Verbundenheit zur Region wider: Auf der Karte stehen viele VDP-Weingüter wie Rings, Knipser oder Kuhn, aber auch französische und österreichische Weine, etwa Zweigelt oder Grüner Veltliner.


Die sautierten Jakobsmuscheln an Trüffelravioli.
Die Pfalz spielt eine zentrale Rolle – nicht nur kulinarisch, sondern auch emotional. Denn die Traube ist mehr als ein Restaurant, sie ist ein Herzensprojekt. Barbara und Udo Simbürger haben während der Corona-Zeit komplett neu gebaut – direkt neben dem größeren Restaurant Breivogel, das sie vorher betrieben haben und das mit dem weniger werdenden Personal nicht mehr stemmbar war. Es war eine harte Zeit, aber das Paar hat mit der Traube ein kleineres Restaurant mit Hotel geschaffen, das sie im alten Lokal nicht hatten – mit Aufzug, Solarmodulen und einem ebenerdigen Zugang. Besonders stolz ist Udo Simbürger auf die Barrierefreiheit in Restaurant und Hotel: Die speziellen Rollstuhlzimmer kommen auch bei älteren Gästen sehr gut an.
Die Eröffnung im Oktober 2023 war ein emotionaler Moment: „Innerhalb von drei Tagen haben wir das alte Lokal geschlossen und hier neu eröffnet. Zwei Jahre lang habe ich ohne einen freien Tag gearbeitet. Aber als die ersten Gäste kamen und wir zeigen konnten, was wir geschafft haben, war das ein großes Glück.“
Weihnachten und Silvester sind, wie jedes Jahr, auch 2025 besondere Zeiten in der Traube. „Mittags sind wir schon gut gebucht, aber abends gibt es noch freie Plätze. Wer Glück hat, bekommt vielleicht noch einen Tisch.“ Ein Hinweis, der sich lohnt – denn die Menüs zu den Feiertagen sind nicht nur festlich, sondern auch ein Spiegel der kulinarischen Handschrift des Hauses. Und was wünscht sich Udo Simbürger für die Zukunft? „Personal“, sagt er lachend. „Köche sind schwer zu finden. Aber wir bleiben dran – mit Leidenschaft und Herzblut.“
TRAUBE KALLSTADT
Freinsheimer Straße 69
67169 Kallstadt
Tel.: 063 22/ 98 77 77 8
Fax: 063 22/ 98 84 36 4
E-Mail:
www.traube-kallstadt.de
ÖFFNUNGSZEITEN
MONTAG 11:30 – 14:00 Uhr und ab 17:00 Uhr
DIENSTAG UND MITTWOCH Ruhetag außer an Feiertagen
DONNERSTAG – SONNTAG 11:30 – 14:00 Uhr und ab 17:00 Uhr

